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Lenin

Dieser Mann brachte den Kommunismus nach Russland: Wladimir Iljitsch Lenin. Noch heute ist er in linken Kreisen ein Idol. Aber wo kam er eigentlich her und was hat ihn angetrieben?

Lenin kommt unter einem anderen Namen zur Welt: Geboren wird er 1870 als Wladimir Iljitsch Uljanow. Sein politischer Kampf beginnt mit der Hinrichtung seines Bruders. Der hatte ein Attentat auf Zar Alexander III. geplant und wird deshalb hingerichtet. Da ist Lenin gerade mal 17 Jahre alt. Sein Kampf gilt dem Zaren und der Beendigung des sozialen Elends in der russischen Gesellschaft.

Lenins Kampf bleibt nicht unbemerkt: Er wird nicht nur polizeilich überwacht, sondern muss auch zwei Jahre ins Gefängnis und wird für drei Jahre nach Sibirien verbannt (1895-1900). Angetrieben von marxistischen Ideen, entwickelt er sich zum politischen Revolutionsführer und verfasst entsprechende Schriften. Er geht ins Exil und nennt sich ab da Lenin – ein Deckname.

1903, Lenin ist zurück in Russland, kommt es zu einer Spaltung innerhalb der Sozialdemokraten. Er wird zum Führer der links radikalen Bolschewiki. Die stehen für einen radikalen Klassenkampf und Kritik am Kapitalismus und streben einen Staat aus Räten, Arbeitern und Bauern an. 1905 kommt es zu einem, von den Bolschewiki angezettelten Aufstand in Moskau, der scheitert. Lenin geht wieder ins Exil.

Lenin © Bayerische Staatsbibliothek
Lenin © Bayerische Staatsbibliothek

Dann bricht der Erste Weltkrieg aus. 1917, Russland leidet massiv unter dem Krieg, kommt es in St. Petersburg zur Februarrevolution, die das Zarenreich beendet. Lenin sieht seine Chance und kehrt nach Russland zurück. Er ruft zum Kampf gegen die Übergangsregierung auf und fordert eine Räteregierung. Im Juli des Jahres kommt es zu einem Aufstand der Bolschewiki, der scheitert. Wieder flieht Lenin.

Im November organisiert Leo D. Trotzki einen Putsch, der die Bolschewiken an die Macht bringt. Lenin kehrt zurück nach Russland und ruft die Räterepublik aus. 1918, baut er ein diktatorisches Regierungssystem auf und schließt mit dem Deutschen Reich einen Friedensvertrag. Er wird bei einem Attentat schwer verletzt, überlebt aber.

Russland steht vor einem erneuten Bürgerkrieg (1918-1920), den Lenin mit seinem neuen Geheimdienst Tscheka und dem Militär gewaltsam unterdrückt. Der 1. Weltkrieg ist inzwischen zu Ende und Lenin schafft die „Kommunistische Internationale“. Ihr Ziel war es, die kommunistische Revolution auch in Westeuropa voranzutreiben. Fünf Jahre nach der Oktoberrevolution gründet Lenin die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken. Lenin entwickelte dabei die kommunistische Theorie von Karl Marx weiter. Seither wird die Ideologie auch als Marxismus-Leninismus bezeichnet.

Lange regieren kann Lenin aber nicht mehr. Bereits im Jahr 1922 erlitt er zwei Schlaganfälle. Ein dritter Schlaganfall ein Jahr später, macht ihn regierungsunfähig. Im Januar 1924 stirbt Lenin in Moskau. An seine Stelle tritt Josef Stalin.

Mumifiziert und ausgestellt!

Nach seinem Tod wurde Lenin einbalsamiert und auf dem roten Platz in Moskau aufgebahrt. Und das bis heute! Das Lenin-Mausoleum an der Kremlmauer ist kostenlos zugänglich und eine der größten Touristenattraktionen Russlands.
Lenin Mausoleum Moskau © Bayerische Staatsbibliothek
Lenin Mausoleum Moskau © Bayerische Staatsbibliothek

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