Sie war eine der berühmtesten Frauen ihrer Zeit: Maria Theresia (1717-1780). Auf die Thronfolge wurde sie nicht vorbereitet, aber ihr gelingt es, mit ihrer Aufgabe zu wachsen.
Maria Theresia (*13. Mai 1717) ist die Tochter von Karl VI.. Der ist nicht nur Herrscher der Habsburgermonarchie, sondern auch Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Da er keinen Sohn bekommt, wird Maria Theresia zur Erbtochter und übernimmt nach Karls Tod 1740 die Regentschaft Österreichs als Erzherzogin. Als Herrscherin wird ist sie bei anderen Mächten Europas umstritten, was ausschliesslich an der Tatsache liegt, dass sie eine Frau ist.
Friedrich der Große kämpft mit ihr um Schlesien und liefert den Auslöser für den Österreichischen Erbfolgekrieg (1741-1748), in dem sich Maria Thersia durchsetzen kann. 1736 hatte sie Herzog Franz Stephen von Lothringen geheiratet. Der wird 1745 zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gewählt. De facto ist es aber Maria Theresia, die die politische Marschroute vorgibt, in Österreich und im HRR. Sie bekommt 16 Kinder in 19 Jahren. Eine ihrer Töchter ist Maria Antonia - später bekannt als Marie Antoinette, die den französischen König Ludwig XVI. heiraten wird. Unter Ludwigs Herrschaft kommt es dann 1789 zur Französischen Revolution.
Ihr Wahlspruch lautet: „Iustiatia et Clementia“ - lateinisch für „Gerechtigkeit und Milde.“ Protestanten spüren von diesem Motto wenig. Die strenge Katholikin geht vor allem in Österreich gegen sie vor, lässt sie verfolgen und vertreiben. Innenpolitisch (Österreich) zeigt sie sich aber offen für Veränderung: Sie lässt beispielsweise das Schulwesen reformieren, ebenso das Staatswesen. Ihr Ziel ist der Aufbau einer modernen Verwaltungsstruktur. Ihren ältesten Sohn Joseph II. macht sie zu ihrem Mitregenten. Am 29. November 1780 stirbt Maria Theresia an den Folgen einer Lungenentzündung.