WK I -Quickie

Das Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau Sophie in Sarajevo am 28. Juni 1914 gilt als Auslöser des Ersten Weltkrieges
Das Deutsche Reich unter Kaiser Wilhlem II. sichert Österreich-Ungarn unter Kaiser Franz Joseph seine Unterstützung zu.
Aus Angst vor Russland (auf Seiten Serbiens) hatte Österreich-Ungarn mit einer Bestrafung Serbiens wegen des Attentates gezögert. Ende Juli setzt Österreich Serbien mit einem Ultimatum, dass Serbien kaum Annehmen kann, unter Druck.
Österreich-Ungarn erklärt Serbien den Krieg, mit Rückendeckung des Deutschen Reiches. Russland macht daraufhin mobil.

Das Deutsche Reich schließt ein Bündnis mit dem Osmanischen Reich und macht auch mobil, ebenso wie die Franzosen. Doch die rüsten auf, um Russland zu unterstützen.
Das Deutsche Reich will gemäß dem Schlieffen-Plan einen Zwei-Fronten-Krieg vermeiden: Im Westen gegen Frankreich; im Osten gegen Russland. Erst soll Frankreich ausgeschaltet werden, dann soll es im Osten gegen Russland gehen. Ohne Berechtigung ziehen deutsche Truppen am 4. August 1914 durch das neutrale Belgien und verletzen die belgische Neutralität.
Als Garantiemacht der Belgischen Neutralität, tritt Großbritannien in den Krieg ein.

06. August: Österreich-Ungarn erklärt Russland den Krieg, Serbien dem Deutschen Reich.
11./12. August: Frankreich und Großbritannien erklären Österreich-Ungarn den Krieg.
Einmarsch russsicher Truppen in Ostpreußen.

Paul von Hindenburg wird Oberbefehlshaber der 8. Armee in Ostpreußen und Erich Ludendorff Stabschef.

Russische Truppen werden in der Schlacht von Tannenberg vernichtend geschlagen. Paul von Hindenburg wird daraufhin zum symbolträchtigen Volkshelden stilisiert.
Deutsche Truppen werden in der nähe von Paris an der Marne von den Franzosen angegriffen und geschlagen. Der Schlieffenplan ist gescheitert.
Das Osmanische Reich tritt an der Seite der Mittelmeermächte in den Krieg ein. Damit sollte ein Vorstoß Russlands an den Bosperus verhindert werden.

Zeppelin-Militäruftschiffe attackieren Großbritannien. Bombenabwürfe auf Städte wie London und die Küstenregionen sollten die Moral der Bevölkerung schwächen.

Erster dokumentierter Einsatz von Giftgas im Ersten Weltkrieg: Bei Ypern setzen die Deutschen über 160 Tonnen Chlorgas gegen die Franzosen ein. Der Einsatz löst ein chemisches Wettrüsten aus. Gasmasken werden ständige Begleiter der Soldaten.
Großbritannien und Frankreich versuchten 1915 das kriegsgeschwächte Osmanische Reich zu besiegen. Dafür landeten sie auf der Gallipoli-Halbinsel. Statt raschem Sieg, kommt es zu einem blutigen Stellungskrieg mit katastrophalen Verlusten. Im Januar 1916 müssen sich die Allierten zurückziehen.
Im April 1915 begann das Osmanische Reich den ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts. Bis Kriegsende ermorden sie 1,5 Millionen Armenier. Grund waren angeblichen Kollaborationen mit Russland.

Durchbruch der Mittelmächte gegen Russland. Das Zarenreich wird bis zu 100km zurückgedrängt. Auf dem Rückzug verbrannten sie alle Dörfer nach dem Prinzip der "verbrannten Erde". Die Mittelmächte sollten so wenig Güter wie möglich erlangen.
Kurz vor der irischen Küste torpediert ein deutsches U-Boot das britische Passagierschiff Lusitania. Die sinkt innerhalb von 18 Minuten. Dabei sterben 1.198 Menschen, 128 von ihnen US-Amerikaner. Der Angriff führt zu weiteren Spannungen im Verhältnis zwischen Deutschland und den USA.
Italien tritt auf der Seite der Entente in den Krieg ein. Der Grund: Großbritannien und Frankreich haben dem Königreich Gebietsgewinne, unter anderem in Südtirol, versprochen. In der Folge kommt es an der Grenze zu Österreich-Ungarn zu blutigen Kämpfen ohne nennenswerte Geländegewinne.

Bulgarien tritt an der Seite der Mittelmächte in den Krieg ein. Serbien ist damit umzingelt und fällt binnen kurzer Zeit.

Großangelegte Offensive Frankreichs. Endete als erste große Materialschlacht mit hohen Verlusten und wenig Geländegewinn.

Eine der verlustreichsten Schlachten des 1. Weltkriegs. Insgesamt 700.000 Menschen sterben in den Schützengräben. Die Front verschiebt sich dabei nur um wenige Meter. Verdun wird zum Symbol der sinnlosen Schlachten.

Eine der größten Offensiven der Allierten und die verlustreichste Schlacht des Krieges. Über eine Millionen Soldaten wurden getötet oder verwundet.

Die Briten setzen in der Schlacht an der Somme die ersten Panzer ein. Der Angriff schlägt fehl. Viele Panzer bleiben im Boden stecken oder erleiden Defekte. In den Jahren danach werden Panzer aber zum Symbol moderner Kriegsführung.

Am 27. Februar kommt es in Russland zum Umsturz. Die Bevölkerung ist kriegsmüde. Revolutionäre stürzen die Regierung. Drei Tage später muss der Zar abdanken. Über 300 Jahre Zarenherrschaft sind vorbei

Knapp drei Jahre lang blieb die USA neutral. Lediglich Waffen lieferten sie über den Seeweg nach Großbritannien. Nachdem das Deutsche Reich diese Schiffe mehrmals mit U-Booten attackierte, entscheiden sich die USA 1917 für einen Kriegseintritt.

Am 25. Oktober stürzen Lenin und seine Bolschewiki die provisorische Regierung.

Die neue Regierung unter Lenin entscheidet sich für einen Kriegsaustritt. Mit den Mittelmächten wird ein Waffenstillstand verhandelt. Damit tritt Russland aus dem Krieg aus. Dieser Waffenstillstand tritt am 15.12.1917 in Kraft und wird vier Monate später zu einem Friedensschluss ausgebaut.

Einen letzten Versuch die Entente-Linie zu durchstoßen unternahm das Deutsche Reich im Frühjahr 1918. Der Angriff kam überraschend, sein Fehlschlag zeigte aber die Erschöpfung der deutschen Armee.

Im August starteten die Allierten eine Großoffensive. Durch die Unterstützung der frischen US-Truppen, zerschlug man die Frontlinie der Mittelmächte. Der Anfang vom Ende des Krieges.

Der Krieg war im Oktober verloren. Trotzdem will die Heeresführung in eine letzte aussichtslose Seeschlacht ziehen. Die Matrosen wollen keine sinnlosen Opfer mehr sein und Meutern. Der Beginn der Revolution.

Der Matrosenaufstand stieß eine revolutionären Bewegung an. Am 09. November rufen Karl Liebknecht und Philipp Scheidemann zwei verschiedene Republiken aus. Scheidemanns Demokratie setzte sich am Ende durch. Der Kaiser wurde zu Abdankung gezwungen.
Zwei Tage nach Revolution und Abdankung kapituliert die neue Regierung. Der 1. Weltkrieg, die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, ist endlich vorbei. Der Frieden und seine Bedingungen werden später im Vertrag von Versailles festgehalten.



















