Die Räuber, Maria Stuart, Wallenstein oder Wilhelm Tell – die Werke von Friedrich Schiller sind Weltliteratur. Zusammen mit Johann Wolfgang von Goethe gehört er zu den einflussreichsten Autoren der deutschen Literaturgeschichte. Die Freundschaft der beiden ist legendär. Doch das Leben von Schiller ist geprägt von vielen ups and downs und wie seine Dramen, endet es tragisch.
Am 10. November 1759 wird er als Johann Christoph Friedrich Schiller in Marbach am Neckar geboren. Sein Vater ist Offizier und Wundarzt. Er studiert in Stuttgart erst Jura und wechselt dann zu Medizin. Im Jahr 1780 macht er seinen Doktortitel. Der junge Arzt hat schon länger das Schreiben für sich entdeckt.
1782 erscheint sein erstes Theaterstück: Die Räuber. Zwei Brüder im Zwist, der jüngere verdrängt den älteren, der wiederum mit einer gewaltsamen Räuberbande zurückschlägt. Vor allem den Jugendlichen gefällt die leidenschaftliche und aufständische Story. Das Stück wird in Mannheim uraufgeführt und ein voller Erfolg!
Beim Herzog von Württemberg kommt es aber nicht gut an. Er droht Schiller mit Verhaftung und Schreibverbot. Daraufhin flieht Schiller aus Württemberg. 1783 erhält er eine Anstellung als Theaterdichter am Frankfurter Nationaltheater. Nach und nach lernt er bedeutende Zeitgenossen kennen, die später die Weimarer Klassik prägen.
Seine bedeutendste Bekanntschaft macht er 1788: Da lernt er Johann Wolfgang von Goethe kennen. In dieser Phase, ist er Professor für Geschichte an der Universität Jena. Beim ersten Treffen, weiß Goethe mit seinem Kollegen nichts anzufangen. Erst sechs Jahre später, merken Schiller und Goethe, dass sie die gleiche Wellenlänge haben. Die berühmteste Dichterfreundschaft der deutschen Geschichte beginnt. Es ist der Startschuss für die sogenannte „Weimarer Klassik“. Beide Dichter inspirieren sich gegenseitig und schreiben was das Zeug hält.
Doch Schillers Gesundheit ist schon länger labil. Man vermutet, dass er sich irgendwann eine Tuberkulose zu gezogen hat. Am 9. Mai 1805 dann das tragische Ende: Schiller stirbt mit nur 45 Jahren an einer Lungenentzündung. Goethe schrieb dazu, er hätte „die Hälfte seines Daseins verloren“.
Schiller ein Franzose?
Seine regimekritische Literatur machte Schiller unter französischen Revolutionären beliebt. Nach der Französischen Revolution verlieh man ihm deshalb sogar die französische Staatsbürgerschaft. Dabei lehnte Schiller – als Gegner von Gewalt - die Revolution nach der Schreckensherrschaft der Jakobiner ab.