Feiern für die Propaganda
Gemeinsames Feiern als identitätsbildende Maßnahme? Die Nationalsozialisten instrumentalisieren wirklich alles, um ihre perfiden Pläne umzusetzen.
Gemeinsames Feiern als identitätsbildende Maßnahme? Die Nationalsozialisten instrumentalisieren wirklich alles, um ihre perfiden Pläne umzusetzen.
Der britische General Arthur Wellesley Wellington und der preußische Feldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher sorgen für das Karriereende von Napoleon in der Schlacht von Waterloo 1815.
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Einer von Vielen
"Ich war kein Held - Ich war nur dabei und überlebte!"
Franz Bartosik ist gerade mal 18 Jahre alt, als er in den Krieg ziehen muss. Er ist aus Österreich und nachdem die Nazis das Land im März 1938 annektiert haben, muss er für Deutschland in den Krieg ziehen. Am Anfang, als Teenager ist er noch euphorisch, ihn reizt das Abenteuer und die Aussicht darauf, mit seinen Freunden etwas zu erleben. Deswegen geht er zu den Fallschirmjägern.
Doch schon bald wird ihm klar, in welchem Wahnsinn er sich befindet. Während viele seiner Kameraden von der NS-Ideologie überzeugt sind, hält Franz nichts davon. Offen zeigen, darf er seine Abneigung nicht. Seine Erlebnisse hält Franz Bartosik in einem Tagebuch fest. Er verpackt seine Kritik in zynischen Kommentaren. Ein Lied (siehe Galerie) dichtet er z.B. "auf einem Misthaufen". So bringt er seine Abneigung zum Ausdruck.
Franz Bartosik 1943 mit seinen Kameraden in der Ausbildung zum Fallschirmjäger © privat
© privat
Ein ganzes Geschlecht gegen den Krieg! Dieses Ziel verfolgt die „Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF)“ seit ihrer Gründung 1915.
Sechs Jahre lang bestimmen Grauen und Schrecken des 2. Weltkrieges den Alltag in Europa.
Die Außenpolitik der Nachkriegszeit prägt ein Leitspruch: „Nie wieder“. 1951 gründen Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl. So stellen sie wichtige Ressourcen unter eine gemeinsame Verwaltung. Ein neues Wettrüsten soll so verhindert werden.
Am 25. März 1957 werden im Konservatorenpalast in Rom die "Römischen Verträge" unterzeichnet. Darin festgehalten sind die Errichtung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, die Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft sowie die Schaffung gemeinsamer Organe wie einem Europäischen Parlament, einem Europäischen Gerichtshof und einem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss.
Sieben Jahre später folgt die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft und die Europäische Atomgemeinschaft. Die Gemeinschaft will so den Frieden sichern - mit Erfolg; seit 1945 hat es in Westeuropa keinen Krieg mehr gegeben. In den folgenden Jahrzehnten schließen sich immer mehr Staaten an. 1993 folgt der endgültige Zusammenschluss: Die Europäische Union wird gegründet.
Ab jetzt gibt es auch in der Außen-, Sicherheits-, Justiz- und Innenpolitik eine enge Zusammenarbeit. Das Motto der EU: In Vielfalt geeint.
Noch mehr Europa gibt es im HLB:
Im 18. Jahrhundert ist auch die Hochzeit der deutschen Klassik und Romantik.
Mega-Event würde man heute das Hambacher Fest nennen. Lange gilt es als größte, politische Veranstaltung der deutschen Geschichte.
Die Rosenkriege in England: Das Haus York kämpft gegen das Haus Lancaster um den Thron. Beide gehören zur Familie Plantagenet. In diese Zeit wird Heinrich (1457-1509), aus dem walisischen Adelsgeschlecht der Tudors hineingeboren.
Geschieden, enthauptet, gestorben, geschieden, enthauptet, überlebt - Diesen Merkspruch lernt in England jedes Kind! Dahinter verstecken sich die zum Teil tragischen Schicksale von sechs Frauen.
Absolutismus heißt ein Trend der Frühen Neuzeit, bei dem nur eine Person - nämlich der Herrscher - das Sagen hat.
Die Krisenzeit ist der ideale Nährboden für eine Radikalisierung der Gesellschaft.
Einkaufen gehen und mit einem 1-Milliarde-Markschein bezahlen? 1923 ist das kein Scherz sondern Alltag.
"Man sieht nur Trümmerhaufen, sonst nichts!"
München Residenz, Brunnenhof 1945 © Bayerische Staatsbibliothek
München Hofgarten 1945 © Bayerische Staatsbibliothek
Zwangsarbeit München, Residenz 1945 © Bayerische Staatsbibliothek
Johanna Huber 1941© privat
15. März 1945
Meine lieben Eltern, liebe Hermi,
Da ich nun in Ulm so schön auf der Straße sitze, will ich Euch gleich schreiben. Also ich fuhr um 11 Uhr von St. Pölten ab und schon bei Fliegeralarm. In Hubertendorf mußten wir den Zug verlassen und dort den nächsten Luftschutzkeller aufsuchen. Wir saßen ungefähr 1,5 Stunden fest. Dann ging’s bei voller Fahrt weiter, doch leider mußte ich teilweise stehen, da alles überfüllt war.
Ungefähr um 11 Uhr abends kam der Zug in München Ostbahnhof an. Doch von hier aus bekam ich keinerlei Verbindung und mußte auf den Hauptbahnhof fahren. Aber glaubt ja nicht, dass das so einfach war. Man sieht nur Trümmerhaufen - sonst nichts. Dazu stockdunkel.
Ein Stückchen musste ich mit der Straßenbahn fahren, das andere laufen. Doch soweit wäre ich glücklich hingekommen, stand ich gleich vor einem neuen Problem. Den Eingang suchte ich lange und verzweifelt. Endlich sah ich eine Laterne, auf die marschierte ich drauf los.
München brennt 1945 Luftkrieg © Bayerische Staatsbibliothek
Leider war der nächste Zug erst um 5 Uhr morgens. So ging ich im Bunker schlafen. Morgens musste ich mit dem Pendelzug nach Ulm. Und nun bin ich vormittags um 11 Uhr angekommen und kann erst um 01:26 Uhr abends weiter nach Heidenheim. Ich entsetzte mich schon in München über diese Zerstörung, doch hier ist es einfach grauenhaft. Ruinen, nichts als Ruinen. Es gibt kein ordentliches Geschäft mehr, weder Kaffee oder Gastwirtschaft, mit einem Wort: nichts! Ich musste nämlich von Neu-Ulm bis Ulm Hauptbahnhof gehen und so sah ich einen großen Teil der Stadt.
Ich sitze jetzt gleich in der Nähe des Hauptbahnhofes auf so aufgeschichteten Steinen in der Sonne. Ihr müsst bitte daher auch meine Schmiererei verzeihen, aber auf dem Schoß geht es eben nicht besser. Neben mir ein Haufen Soldaten, die ebenso umhergependelt sind wie ich. Die Sonne scheint einfach herrlich und auch war bis jetzt noch kein Alarm. Ich glaube wirklich, wenn Engel reisen, ist es so. Ich will den Brief mit Marken absenden, hoffentlich bekomme ich eine. Etwas Warmes bekam ich auch. Also das war meine diesmalige Reise, fast ein bisschen abenteuerlich.
Ich will in den nächsten Tagen, sobald ich etwas Näheres weiß, gleich wieder schreiben.
Einstweilen viele liebe Grüße und Bussi von Eurer Hansi.
© privat
So heißt die kunstgeschichtliche Epoche zur Jahrtausendwende vom 19. aufs 20. Jahrhundert.
„Seine kaiserliche und königlicher Majestät, Kaiser Wilhelm, lebe hoch!“ - Mit diesem Satz veränderte sich die Geschichte Deutschlands.
Ein Schriftsteller und ein Theologiestudent als Auslöser für deutschlandweite Einschränkungen?
Die Französische Revolution fordert unzählige Opfer unter Bürgern und Adeligen. Diese Personen haben, aus unterschiedlichen Gründen, in dieser Zeit ihr Leben verloren.
Neuntage-, beziehungsweise Dreizehntagekönigin. Unter diesen Beinamen ist Lady Jane Grey in die Geschichte eingegangen. Für einen Wimpernschlag war sie Königin von England, aber die Krone kostete sie am Ende ihr Leben.
1722 kommt im oberpfälzischen Chamein Junge zur Welt: