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Anne Boleyn

Anne Boleyn © Bildarchiv der  Bayerischen Staatsbibliothek
Anne Boleyn © Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek

Sie verweigerte sich König Heinrich VIII. als Mätresse. Der verlässt daraufhin seine Frau, zettelt einen Konflikt mit dem Papst in Rom an und leitet die englische Reformation ein - es geht um Anne Boleyn. Sie ist die zweite der insgesamt sechs Frauen von König Heinrich VIII.

Zur Welt kommt sie zu Beginn des 16. Jahrhunderts - das genaue Datum ist nicht bekannt. Ihr Todesdatum dafür schon, aber aus tragischen Gründen. Anne stammt aus bestem Haus. Damit ist sie eine wichtige Figur auf dem Heiratsmarkt. Vor allem für ihren Vater, der sie bestmöglich verheiraten will. Anne Boleyn ist ab 1522 eine Hofdame von Königin Katharina von Aragon, eine die auffällt. Sie gilt als elegant, modebewusst und schön. Außerdem ist sie witzig, extrem gut gebildet und redegewandt. Heute hätte sie wohl das Zeug zur Influencerin gehabt.

Sie hat viele Verehrer, doch der König wird erst 1526 auf sie aufmerksam. Er überschüttet Anne mit Liebesbeweisen. Anne hat in ihrer Jugend viel Zeit auf dem europäischen Festland verbracht. Sie weiß, wie es abgelegten Mätressen ergeht, die in Ungnade fallen und wirtschaftlich und gesellschaftlich ruiniert sind. So macht sie dem König klar, dass eine Affäre für sei keine Option ist. Wenn er sie will, muss er sie heiraten. Nach der Trennung von seiner Frau heiraten Anne und der König am 1. Juni 1533. Anne schenkt dem König Tochter Elisabeth, aber keinen männlichen Erben. Heinrich verliert das Interesse. Sie fällt in Ungnade und mit Jane Seymour steht schon eine Rivalin in den Startlöchern. 

Unter dem Vorwand, Anne Boleyn hätte Ehebruch begangen und ein inzestuöses Verhältnis mit ihrem Bruder gehabt, wird sie am 2. Mai 1536 festgenommen. Die Gerüchte wurden möglicherweise von den Brüdern von Jane Seymour gestreut. Am 17. Mai 1536 wird Anne Boleyn im Tower of London enthauptet.

Tag der Hinrichtung von Anne Boleyn © Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek