
Während die Köpfe der ersten RAF-Generation in der JVA Stuttgart-Stammheim einsitzen, wächst „draußen“ die zweite Generation an RAF-Terroristen heran.
Angeführt wird die zweite RAF-Generation von Brigitte Mohnhaupt. Es werden Strategien gesucht, um die Erste Generation frei zu bekommen. Um ihr Ziel zu erreichen, verübt die Zweite Generation Anschläge auf Repräsentanten aus Wirtschaft und Politik oder versucht es mit Geiselnahmen. Im April 1975 besetzen sechs RAF Terroristen etwa die deutsche Botschaft in Stockholm. Das Geiseldrama endet mit Toten und Verletzen.
Ihren Höhepunkt erreicht die Welle der Gewalt im Jahr 1977. Am 7. April wird Generalbundesanwalt Siegfried Buback ermordet. Jürgen Ponto, Vorstandssprecher der Dresdner Bank, wird am 30. Juli mit mehreren Schüssen getötet. Dann, wird der Industriemanager und Verbandsfunktionär Hanns- Martin Schleyer am 5. September entführt. Es folgt die bisher größte Fahndungsaktion der BRD, doch auf die Forderungen der Terroristen geht die Regierung nicht ein.
Dann entführt die RAF am 13. Oktober 1977 die Passagiermaschine ‚Landshut‘. Das entführte Flugzeug landet schließlich im somalischen Mogadishu. Die GSG9 (Sondereinsatzkommando der Bundespolizei) stürmt dort das Flugzeug. Die Passagiere überleben, die Kidnapper werden erschossen.
Alle Inhaftierten der ersten RAF-Generation nehmen sich nach der gescheiterten Flugzeug-Entführung das Leben. Für den entführten Hanns-Martin Schleyer ist das das Todesurteil.
Ihrer Ziele beraubt, zerfällt die RAF vorerst. Die Terroristen zerstreuen sich vom Nahen Osten, über Jugoslawien, bis in die DDR. Bis 1984 kann die Polizei die wichtigsten Mitglieder verhaften, unter ihnen auch Brigitte Mohnhaupt.
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