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Siebenjähriger Krieg

Friedrich von Preußen © Bayerische Staatsbibliothek
Friedrich von Preußen © Bayerische Staatsbibliothek

Mitte des 18. Jahrhunderts tobt ein Konflikt, in den alle europäischen Großmächte der Zeit involviert sind: Der Siebenjährige Krieg (1756-1763). Dabei handelt es sich um mehrere Kriege, die zur gleichen Zeit stattfinden. Gekämpft wird in verschiedenen Teilen der Welt, zu Wasser und zu Land. Es geht um Macht und Territorien in Europa, Nordamerika, Indien und Afrika.

Preußen - Österreich - Russland - Frankreich - England

Im Heiligen Römischen Reich ist Österreich der mächtigste Staat. Das Haus Habsburg stellt den Kaiser schon seit 1273. Preußen, unter der Herrschaft von Friedrich II., will seine Macht ausweiten und besetzt 1740 Schlesien, das zu Österreich gehört. Das will Preußens Vormarsch nicht auf sich sitzen lassen.

1756 liegt der Fokus Preußens auf der Eroberung von Sachsen. Österreich wittert seine Chance, Schlesien zurückzuerobern. Ein 1756 geschlossenes Bündnis mit Sachsen, Russland und Frankreich soll dabei helfen. Russland will nach Westen expandieren, da kommt der Krieg gegen Preußen gelegen. Frankreich will den Teil der Niederlande erobern, der heute Belgien ist. So steigen die Länder an der Seite Österreichs in den Krieg ein. 

Preußen, das inzwischen ein Bündnis mit Großbritannien geschlossen hat, marschiert im August 1756 in Sachsen ein und kann es besetzen. Dann wird Preußen von mehreren Seiten angegriffen. Friedrichs Armee erleidet massive Verluste und scheint den Krieg zu verlieren. Doch dann geraten die Bündnispartner auf der Gegenseite in Streit: Anlass geben die großen Verluste an Soldaten und unklare Ziele. Diese Phase nutzt Friedrich II., um die letzten Kräfte zu mobilisieren. Preußen hält durch, bis 1762 die russische Zarin Elisabeth stirbt. Ihr Nachfolger, Peter III. will keinen Konflikt mit Preußen - Russland zieht sich zurück. 

Preußens Kampf mit der Allianz aus Russland, Österreich und Frankreich, ist nur ein Teil der Siebenjährigen Krieges. Großbritannien und Frankreich tragen in den Kolonien in Nordamerika, Afrika und Indien ihre eigenen Schlachten aus. Es geht um Macht, Gebiete und Ressourcen. Die Kontrolle der Seewege, wird in Schlachten auf dem Meer ausgefochten.  1763 endet der Siebenjährige Krieg.

Die fünf Großmächte legen im „Frieden von Paris“ die Bedingungen fest: In Europa selbst, hat der Krieg kaum spürbare Auswirkungen. Nur Preußen profitiert und etabliert sich als Großmacht. Anders sieht es nach dem Kampf um die Kolonien aus- da geht England als klarer Sieger hervor. Frankreich verliert einen Großteil seiner Territorien in Nordamerika und muss auch in Indien und Afrika Gebiete abgeben. Während Frankreich seine Vormachtstellung einbüßt, wird Großbritannien zum Weltreich. 

 

Maria Theresia © Bayerische Staatsbibliothek