
Kabinettskriege sind eine besondere Form der Kriegsführung in Europa. Stattgefunden haben sie in der Epoche des Absolutismus. Die wird zwischen dem Westfälischen Frieden (1648) und der Französischen Revolution (1789) verortet.
Kabinettskriege sind eine besondere Form der Kriegsführung in Europa. Stattgefunden haben sie in der Epoche des Absolutismus. Die wird zwischen dem Westfälischen Frieden (1648) und der Französischen Revolution (1789) verortet. Kabinettskriege zeichnen sich durch besondere Merkmale aus. Die Zielsetzung solcher Kriege ist begrenzt.
Meist geht es um kleinere Gebiete, Streitigkeiten in der Erbfolge, oder um wirtschaftliche Aspekte. Die Kriegsführung ist zurückhaltend, erfolgt über Manöver oder auf diplomatischem Weg und die Zivilbevölkerung soll - soweit es geht - aus dem Kriegsgeschehen herausgehalten werden. Auch wechselnde Koalitionen sind ein Merkmal von Kabinettskriegen.
Auf dem Papier ein Konflikt für Gentlemen, in Wahrheit gelang es aber nicht, das in Realität umzusetzen. Die Versorgung der jeweiligen Kriegsparteien blieb an den Bauern hängen. Die mussten sich um die Verpflegung und Unterbringung der Soldaten kümmern. Neben den wirtschaftlichen Schäden, die für die Bauern entstanden, litten diese auch darunter, dass die durchziehende Soldaten den Menschen Gewalt antaten.
