Zum Hauptinhalt springen

Katharina von Medici

Katharina von Medici © Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg
Katharina von Medici © Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg

Die Medici - die aus Florenz stammende Familie ist vom 15. bis zum 18. Jahrhundert eine einflussreiche italienische Dynastie. Aus ihren Reihen stammen im Verlauf der Geschichte, drei Päpste und zwei Französische Königinnen, eine von ihnen: Katharina von Medici.

Die wird 1519 in Florenz geboren. Zu dem Zeitpunkt ist Katharinas Onkel Leo X. Papst. Die Eltern sterben früh und Katharina erbt ein enormes Vermögen. Über ihre Mutter gehört Katharina zum französischen Hochadel. Ihr Reichtum, ihre Herkunft und ihre Verwandtschaft zum Papst machen sie zu einer begehrten Heiratskandidatin in Adelskreisen. Im Oktober 1533 heiratet die 14-Jährige den gleichaltrigen Heinrich von Orléans, den späteren König Heinrich II. von Frankreich aus dem Haus Valois.

Katharina ist keine Schönheit, aber sie überzeugt am französischen Hof durch ihr Wesen. Nur ihren Mann Heinrich kann sie nicht für sich einnehmen. Der ist eigentlich Nummer Zwei in der Thronfolge. Als 1536 Heinrichs großer Bruder stirbt, ist er der offizielle Thronfolger. In drei Jahren Ehe, war Katharina noch nicht einmal schwanger. Da ihr Mann schon eine uneheliche Tochter hat, wird die Schuld bei ihr gesucht. Eine Scheidung steht im Raum. Hilfe bekommt sie ausgerechnet von Heinrichs Mätresse. Die weiß mit Katharina umzugehen und hat Angst, dass eine neue Frau ihr den Rang ablaufen könnte.

1544 kommt dann endlich der ersehnte Thronfolger zur Welt. Neun weitere Kinder wird Katharina dann noch zur Welt bringen. 1547 wird Heinrich König, stirbt aber schon früh im Juli 1559. Ein Sohn nach dem anderen besteigt den französischen Thron. Weil sie zum Teil zu jung sind, übernimmt Katharina die Regentschaft. Sie hat viele Gegner: Das Haus Bourbon versucht seit jeher, selbst auf den Thron zu gelangen und das Haus Guise ist enorm machthungrig.

Hinzu kommen die Hugenottenkriege, die über Jahre hinweg die Politik in Frankreich beeinflussen. Katharina ist über all die Jahre hinweg um einen Kompromiss zwischen Protestanten und Katholiken bemüht. Trotzdem wird ihr lange die Schuld an der Bartholomäusnacht gegeben. Inzwischen geht man aber eher davon aus, dass das Haus Guise Schuld an dem Massaker hat. Unter der Herrschaft ihres letzten Sohnes Heinrich III., reist Katharina auf Friedensmission durch Frankreich. Am 5. Januar 1589 stirbt Katharina von Medici.

Bis zu ihrem Tod war sie um Kompromisse zwischen den Konfessionen bemüht und darum, Haus Valois an der Macht zu halten.

Katharina von Medici © Adobe Stock