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Admiral Coligny

Gaspard de Coligny © Bayerische Staatsbibliothek
Gaspard de Coligny © Bayerische Staatsbibliothek

Er gehört zu inneren Kreis der Macht, ist nah dran an König Karl IX. Doch das bewahrt ihn nicht davor, eines der ersten Opfer der Bartholomäusnacht zu werden...

Geboren wird Gaspard II. de Coligny am 16. Februar 1519 in Châtillon-sur-Loing. Als er 20 Jahre alt ist, kommt er an den Hof des französischen Königs. Dort freundet er sich mit Francois de Guise an, der später einmal sein erbitterter Widersacher wird. Von Guise gehört zu den katholischen Hardlinern, während Coligny zum politischen Anführer der Hugenotten wird. 

Colginy macht sich 1547 einen Namen in den Feldzügen gegen den spanischen König Karl I.. In den Folgejahren steigt er zum Admiral von Frankreich auf. Nach der Schlacht von Renty 1554 zwischen Frankreich und Kaiser Karl V., kommt es zum Bruch zwischen de Guise und ihm. Beide beanspruchen den Sieg für sich. Aus Freundschaft wird Feindschaft. Als 1559 Coligny zum protestantischen Glauben übertritt, ist das Band endgültig zerschnitten. In den folgenden Hugenottenkriegen sind Coligny und de Guise erbitterte Feinde. 

Coligny kann nach dem Frieden von Saint-German 1570 eine gute Verbindung zu König Karl IX. aufbauen. Das missfällt seinen Widersachern. Am 22. August 1572 wird ein Attentat auf Coligny verübt, dass misslingt. Doch die Spannungen zwischen Hugenotten und Katholiken spitzen sich weiter zu und gipfeln zwei Tage später  in der Bartholomäusnacht 1472. Kronrat und König hatten nach dem Attentat Sorge, dass die Protestanten für den Angriff auf ihren Anführer vergeltung wollen. Um dem zuvor zu kommen, ergeht der Befehl, Coligny und andere einflussreiche Hugenotten ermorden zu lassen. Umgesetzt wird der Auftrag von Francois de Guise. So wird Gaspard de Coligny in der Nacht vom 23. auf den 24. August umgebracht. Im Anschluss beginnt das Morden der Bartholomäusnacht. 

Katharina von Medici © Bayerische Staatsbibliothek