
Der Nachfolger von König Karl V., Karl VI., ist psychisch krank, daher auch der Beiname „Der Wahnsinnige“. Seine Schwäche sorgt für Machtkämpfe am französischen Hof. Die Streitereien gipfeln im offenen Bürgerkrieg der Adelshäuser Armangnac und Bourguignon (Burgund), zwischen 1410 - 1419.
England wird in dieser Zeit von Heinrich V. aus dem Haus Lancaster regiert. Der nutzt die Schwächung Frankreichs aus und beginnt 1415 wieder eine Offensive, mit Erfolg. Heinrich V. wird 1420 im Vertrag von Troyes an Stelle von Karl VII. (Sohn von Karl VI.zum Thronerben bestimmt. Er heiratet Katharina, die Tochter von Karl VI., um dieses Bündnis zu besiegeln. Im August 1422 stirbt Heinrich V. überraschend. Für die Franzosen ist der Vertrag von Troyes damit hinfällig. Thronfolger Karl VII.wird zum König von Frankreich ausgerufen, ist aber noch in Südfrankreich, um seine Kräfte zu bündeln.
Englands Thronfolger Heinrich VI. ist da gerade mal 1 Jahr alt. Sein Vormund will den Vertrag von Troyes für seinen Schützling durchsetzen. 1428 belagern die Engländer das strategisch wichtige Orléans. Karl VII. bekommt Hilfe von einem jungen Mädchen namens Johann von Orléans. Sie hat angeblich göttliche Visionen und überzeugt Karl VII., dass sie Frankreich zum Sieg führen wird, was auch passiert. Frankreich erobert danach auch Reims, den Krönungsort der Könige, wo Karl VII. 1429 offiziell zum König von Frankreich gekrönt wird.
Johanna von Orléans wird später gefangen genommen und 1431 von den Engländern auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ihr Tod macht sie zur Märtyrerin und stärkt die Macht von Karl VII.
