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Phase III (1426-1453)

Karl VII.  © Archiv des Erzbistums München und Freising
Karl VII. © Archiv des Erzbistums München und Freising

Die Engländer versuchen durch die Krönung Heinrich VI. im Dezember 1431 in Paris ihre Machtansprüche über Frankreich wieder durchzusetzen.

Aber diese Krönung hatte nicht annähernd die Gleiche Wirkung wie die von Karl VII. 1429 in Reims. 1435 zerbricht das Bündnis zwischen England und dem Herzog von Burgund. Nach und nach erobern die Franzosen unter Karl VII. Wichtige Gebiete zurück, wie den Großraum Paris (1436-1441) oder die Normandie (1443). Diesmal ist es der englische König, der zusätzlich durch innenpolitische Vorgänge geschwächt ist.

Heinrich VI. dürfte die labile Psyche seines Großvaters Karl VI. geerbt haben. 1453 bricht er gesundheitlich zusammen. 1453 kommt es zur Schlacht von Castillon. Danach fällt Bordeaux als eines der letzten Gebiete in englischer Hand an Frankreich zurück. Nur Calais bleibt bis 1558 in englischer Hand. Das Resultat des über 100-jährigen Konfliktes ist, dass Frankreich alle ehemals englischen Gebiete beherrscht.

In beiden Ländern führt der Krieg zu einer Stärkung des jeweiligen Nationalgefühls. Während sich Frankreich unter Karl VII. zum Nationalstaat wandelt, finden in England die Rosenkriege statt.

Henry VI. © Archiv des Erzbistums München und Freising