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Richard III.

Richard III. © Archiv des Erzbistums München und Freising
Richard III. © Archiv des Erzbistums München und Freising

Richard III. - sein Leben hat Shakespeare zu einem seiner bekanntesten Dramen inspiriert und dramatisch war des Leben des letzten Herrschers aus dem Haus Plantagenet/York durch und durch. Mit seinem Tod enden die Rosenkriege.

Als er am 2. Oktober 1542 zur Welt kommt, wird er wie sein Vater, auf den Namen Richard getauft. Vater Richard Plantagenet, Duke of York, hat berechtigte Ansprüche auf den englischen Thron. Zu dieser Zeit, herrscht aber König Heinrich VI. aus dem Haus Lancaster. Richard hat noch vier ältere Brüder, die in der Erbfolge vor ihm stehen.

Einer dieser Brüder, Eduard IV. schafft es, 1461 Heinrich VI. zu stürzen und selbst König zu werden. Richard wird zum Duke of Gloucester ernannt. Heinrich kann 1470 zwar kurz die Krone zurückerobern, wird aber 1471 endgültig besiegt und ermordet. Richard zeigt sich als loyaler Gefolgsmann seines ältesten Bruders Eduard, doch der stirbt überraschend am 9. April 1483 nach kurzer Krankheit.

Vor seinem Tod, bestimmt Eduard IV. seinen ältesten Sohn Eduard V. als Nachfolger. Der ist da gerade erst 12 Jahre alt und wird wie sein neunjähriger Bruder der Obhut Richards unterstellt. Solange die Prinzen minderjährig sind, soll Richard das Land regieren. Die beiden Jungen gehen als „Prinzen im Tower“ in die Geschichte ein.

Richard lässt sie „verschwinden“ und wird per Parlamentsbeschluss am 26. Juni 1483 zu Richard III. - König von England. Gekrönt wird er am 6. Juli. Auf Seiten des Hauses Lancaster hat sich inzwischen Widerstand formiert und der wird von Henry Tudor angeführt. Am 22. August 1485 kommt es zum finalen Kampf um die englische Krone in der Schlacht von Bosworth. Richard III. Hat die besten Aussichten, die Schlacht zu gewinnen. Er ist zahlenmäßig überlegen und schafft es fast, Heinrich zu töten und den Sieg davonzutragen.

Doch Richards Verbündeter, Sir William Stanley, fällt ihm in den Rücken. Der ist weitläufig mit Heinrich verwandt, wechselt in diesem Moment die Seiten und greift Richard und seine Truppen an. Der Angriff sorgt dafür, dass Richard - in vorderster Reihe kämpfend - weitestgehend Schutzlos ist. Er wird angegriffen und stirbt. Henry Tudor ist damit König von England. Die Rosenkriege sind vorbei.

Richards Leichnam ist erstmal keine Ruhe vergönnt. Die Leiche wird nackt auf ein Pferd gebunden, nach Leicester gebracht und dort in einem Gasthaus ausgestellt, als Beweis, für die endgültige Niederlage des Hauses York. Bestattet wird er in Leicester unter einer Klosterkirche, die heute nicht mehr existiert.

Battle of Bosworth © Adobe Stock