
Die Weimarer Republik hatte viele Gegner. Der bekannteste Putschversuch kam von Hitler im Jahr 1923. Aber bereits drei Jahre früher brachte der Kapp-Lüttwitz-Putsch die junge Demokratie an den Rand ihrer Existenz.
Die Weimarer Republik hatte viele Gegner. Der bekannteste rechtsorientierte Putschversuch, kam von Hitler im Jahr 1923. Aber bereits drei Jahre früher brachte der Kapp-Lüttwitz-Putsch die junge Demokratie an den Rand ihrer Existenz.
Am 10. Januar 1920 trat der Friedensvertrag von Versailles in Kraft. Für das Militär hatte das weitreichende Folgen: Deutschland musste die Reichswehr auf 100.000 Mann begrenzen. Für viele Soldaten bedeutete das die Entlassung.
Schon in der Revolutionszeit, seit 1918, begannen sich solche Soldaten in Freikorps zu formieren. Freikorps sind private, paramilitärische Einheiten. Sie sind oft antidemokratisch, rechtsgerichtet, antisemitisch und gewaltbereit. Die Mitglieder dieser Freikorps, wollen die Beschlüsse von Versailles nicht hinnehmen.
Am 13. März stürmten Freikorps unter der Leitung von Reichswehrgeneral Walther von Lüttwitz das Regierungsviertel in Berlin. Neuer Kanzler sollte Wolfgang Kapp werden. Die Regierung flüchtete aus Berlin und rief einen Generalstreik aus. Dieser Generalstreik ist bis heute der Größte, in der deutschen Geschichte. Das gesamte öffentliche Leben war lahm gelegt. Auch viele Beamte verweigerten die Kooperation mit den Putschisten, ebenso andere Landesregierungen.
Am Ende legten so viele ihre Arbeit nieder, dass die Putschisten ihre Forderungen nicht durchsetzen konnten. Nach 100 Stunden war der Putsch offiziell gescheitert.
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