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Bayerischer Erbfolgekrieg

Maximilian III. © Archiv des Erzbistums München und Freising
Maximilian III. © Archiv des Erzbistums München und Freising

„Kartoffelkrieg“ oder „Zwetschgenrummel“- so wird der Bayerische Erbfolgekrieg (1778/79) auch gerne genannt. Grund für diese Bezeichnungen ist die schlechte Versorgung der Soldaten während des Konfliktes. Der Bayerische Erbfolgekrieg gilt als letzter Kabinettskrieg.

Mit dem Tod von Maximilian III. Joseph, stirbt die bayerische Linie der Wittelsbacher 1777 aus. Bayern, damals Kurfürstentum, soll an die pfälzische Linie des Hauses Wittelsbach fallen, an den Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz. Der verlegt deswegen seine Residenz nach München.

Joseph II. (1741-1790) von Österreich erkennt Karl Theodor aber nicht an und meldet ebenfalls Erbansprüche an. Um sein Reich zu vergrößern, beansprucht Joseph II. Niederbayern und die Oberpfalz für sich und fällt im Januar 1778 mit einem Heer dort ein. Dem preußischen König, Friedrich II. (1712-1786), gefallen die Ambitionen Österreichs aber überhaupt nicht. Er macht mobil und schickt seine Truppen im Juli 1778 nach Böhmen.

Damit beginnt der Bayerische Erbfolgekrieg. Es bleibt aber weitestgehend ein „Kalter Krieg“. Die Truppen leiden unter Nahrungsknappheit. Es kommt nur nur vereinzelt zur richtigen Kämpfen. Mitten im Geschehen, bittet Maria Theresia, die Mutter von Joseph II., den preußischen König darum, es nicht zu einer offenen Schlacht kommen zu lassen. Der willigt ein.

Dank Vermittlungen von Frankreich und Russland kommt es zum Friedenssschluss. Im Frieden von Teschen, wird am 13. Mai 1779 der Bayerische Erbfolgekrieg beigelegt. Österreich und Preußen bekommen jeweils Gebiete zugesprochen. Österreich bekommt das Innviertel, Preußen, regiert von den Hohenzollern, kann Ansprüche auf Ansbach und Bayreuth geltend machen, in dem ebenfalls ein Zweig der Hohenzollern herrscht. Bayern bleibt im Großen und Ganzen den Wittelsbachern erhalten.

Karl Theodor von der Pfalz © Stadtarchiv München