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Wiener Kongress

Abgeordnete Wiener Kongress © Bayerische Staatsbibliothek
Abgeordnete Wiener Kongress © Bayerische Staatsbibliothek

Wiener Kongress Der Wiener Kongress ist eine internationale Konferenz der Superlative, die am 18.09.1814 in Wien beginnt. Delegationen aus ca. 200 Staaten, Städten und Institutionen sind angereist, um über die Neuordnung Europas zu beraten. Napoleon war gerade besiegt und nach Elba verbannt worden. Nach 20 Jahren Krieg mit Millionen Toten und Verletzten will Europa Frieden und Sicherheit.

Die Konferenz dauert knapp ein Jahr und besteht aus unterschiedlichen Fachgremien. Nur einmal, ganz am Ende, kommt der gesamte Kongress zusammen, um die Schlussakte vom 09. Juni 1815 zu unterzeichnen.

Entscheidend für eine Einigung sind die vier Großmächte Russland, Großbritannien, Preußen und Österreich mit Staatskanzler Metternich, der den Vorsitz vom Kongress inne hatte und die Verhandlungen zu einem Abschluss bringt. Alle Großmächte sind sich darin einig, dass ein dauerhafter Friede nur durch ein Mächtegleichgewicht zu erzielen ist. Dafür werden fünf Prinzipien definiert:

  1. Restauration d.h. Wiederherstellung der politischen Verhältnisse vor dem Ausbruch der Französischen Revolution.
  2. Legitimität durch den Anspruch auf Wiedereinsetzung der Herrschenden, die bereits vor 1789 regierten.
  3. Monarchisches Prinzip, nach dem die Herrschaftsgewalt beim Monarchen liegt, der nicht von Volkssouveränität oder demokratischer Mitbestimmung eingeschränkt werden sollte.
  4. Solidarität zwischen den Fürsten für die Abwehr revolutionärer Bewegungen.
  5. Gleichgewicht der Kräfte zwischen den Großmächten.

Die Beschlüsse des Wiener Kongresses schaffen eine Ordnung in Europa, in den folgenden 100 Jahren zwar schrittweise zerfällt, aber zwischenstaatliche Gewalt im Großen und Ganzen vermeidet. Aber mit dem Aufkeimen von Liberalismus und Demokratie, wird langsam das Ende der Monarchie eingeläutet.

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Allegorie Wiener Kongress © Historischer Verein von Oberbayern