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Reisen im Mittelalter

Symbolbild Menschen in Kutsche © Historischer Verein von Oberbayern
Symbolbild Menschen in Kutsche © Historischer Verein von Oberbayern

Am Bahnhof entspannt in den Zug steigen und nur ein paar Stunden später ist man im Urlaub! Heutzutage ist das Reisen schnell, einfach und gemütlich. Im Mittelalter war das ganz anders! Denn ohne Flugzeug, Zug oder Auto waren Reisen langwierig und gefährlich.

Wer beispielsweise von München nach Wien reisen wollte, brauchte mit dem Pferd 8-10 Tage, zu Fuß sogar 14 bis 21 Tage. Zum Vergleich: Heute fährt der Zug die Strecke in nur vier Stunden! Mit Komfort oder Vergnügen hatten solche Unternehmungen auch wenig zu tun. Während der Reise musste man oft unter freiem Himmel schlafen, mit schlechten Wetter kämpfen, oder sich vor Räubern schützen. Reisen war früher eher eine Notwendigkeit, als ein Freizeitvergnügen.

Für Adlige oder Händler gehörte das zum Berufsrisiko - sie mussten Reisen. Das übrige Volk hingegen, wie beispielsweise die Bauern, blieben oft ihr ganzes Leben in der Region, in der sie aufwuchsen. Aber nicht nur im Mittelalter, selbst in der Frühen Neuzeit war Reisen für normale Menschen noch eine Ausnahme! Der berühmte Philosoph Immanuel Kant zum Beispiel, hat seine Heimatstadt Königsberg sein ganzes Leben fast nie verlassen.

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Symbolbild Kutsche © Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg