
Er gilt als Herrscher der Umbruchphase zwischen Antike und Frühmittelalter: Chlodwig I..
Ihm gelingt der Aufstieg von einem Heerkönig, oder Warlord, zu einem unabhängigen Herrscher aufzusteigen. Im gelingt der Spagat zwischen spätrömischer Tradition und der Entwicklung frühmittelalterlicher Verhältnisse.
Gelebt hat Chlodwig zwischen 466 - 511 und gehört zum Geschlecht der Merowinger. In dieser Zeit zerfällt das römische Reich. Das macht sich auch im besetzten Gallien bemerkbar. Chlodwig ist seit 481/482 Anführer des Kriegerverbandes der Salfranken, die das Gebiet der heutigen südlichen Niederlande kontrollieren. Nach und nach gelingt es Chlodwig, fränkische und germanische Gruppen zu besiegen.
Einer seiner größten Erfolge kommt jedoch um 486. Da besiegt Chlodwig mit Hilfe seiner Verbündeten Syagrius in der Schlacht von Soissons. Syagrius ist der letzte römische Herrscher in Gallien. Paris macht Chlodwig im Anschluss zur Hauptstadt wird als Begründer des Frankenreiches angesehen. Während sein Vater noch heidnische Traditionen pflegte, konvertiert Chlodwig zum Christentum und bekennt sich zur Reichskirche des Römischen Reichs.
Während sein Vater noch heidnische Traditionen pflegte, konvertiert Chlodwig zum Christentum und bekennt sich zur Reichskirche des Römischen Reichs und macht damit Schule.
Nicht zuletzt deshalb, wird er im Spätmittelalter in einigen französischen Kirchen als Heiliger verehrt, ohne jemals heilig gesprochen zu werden. Später in der Gesichte, wird er zum idealen König und Christen verklärt. Selbst in der Walhalla bei Regensburg, die erst im 19. Jahrhundert gebaut wurde, findet sich eine Gedenktafel für Chlodwig I.
Mehr Wissen:
- HLB: Franken (Begriff)
