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Landshuter Hochzeit

Landshuter Hochzeit © Bayerische Staatsbibliothek
Landshuter Hochzeit © Bayerische Staatsbibliothek

Alle vier Jahre herrscht im niederbayerischen Landshut Ausnahmezustand, denn dann wird die Landshuter Hochzeit gefeiert. Das historische Fest erinnert an die Hochzeit von Georg dem Reichen mit Hedwig Jagiellonica im Jahr 1475.

Diese Verbindung war damals für beide Parteien extrem wichtig: Georg war der einzige Sohn des niederbayerischen Herzogs Ludwig IX. und Hedwig die Tochter des polnischen Königs Kasimir IV. Andreas. Ein Jahr lang wurde über die Bedingungen der Ehe verhandelt- eine Heirat war damals in erster Linie ein Geschäft aus dem Profit geschlagen werden sollte.

Als Hedwig nach einer zweimonatigen Anreise in Landshut eintrifft, wird sie von Fürsten und Bischöfen empfangen. Die Hochzeit ist vor allem für den niederbayerischen Herzog ein gelungener Schachzug: Durch die Ehe seines Sohnes, schließt er eine wichtige Allianz und kann im Rahmen der Feierlichkeiten seinen Reichtum zur Schau stellen.

Geheiratet wird dann am 14. und 15. November 1475, mit hochrangigen Gästen, aus dem ganzen Reich, darunter auch Kaiser Friedrich III. Die Trauung findet in der Kirche St. Martin statt. Danach geht es für den Brautzug durch die Stadt Richtung Rathaus. Chronisten halten das mehrtägige Fest in allen Details in Aufzeichnungen fest.

Als das Landshuter Rathaus 1880 renoviert wird, bemalen Künstler aus München die Wände mit Szenen der „Landshuter Hochzeit“ und orientieren sich dabei an den Aufzeichnungen. Die Bilder gefallen den Bürgern und bringen sie auf die Idee, dass man die Hochzeit nachspielen könnte.

So wird 1902 ein Verein mit dem Namen „Die Förderer e.V.“ gegründet. Schon 1903 wird die Landshuter Hochzeit zum ersten Mal nachgespielt.

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Credits Texte: Dr. Magdalena Bayreuther, Amanda Bischoff, Leonora Braun, Dr. Alfred Hagemann, Katja Gimpel, Dr. Tanja Kohwagner-Nikolai, Lisa-Marie Liebig-Micko, Dr. Uta Piereth, Miriam Rautenberg, Dr. Simona Schellenberger, Dörthe Schimke, Dr. Christa Syrer, Melina Wießler, Lisa Buschmann