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Morganatische Ehe

Hochzeit © Bayerische Staatsbibliothek
Hochzeit © Bayerische Staatsbibliothek

Eine morganatische Ehe, ist eine Ehe unter Stand, also eine Verbindung, bei der ein Ehepartner nicht den gleichen gesellschaftlichen Status hat, wie der andere Partner. Die Bezeichnung bezieht sich auf europäische Fürstenhäuser.

Die einzelnen Häuser hatten jeweils eigene Regeln, wie ein einem solchen Fall zu verfahren ist. Im europäischen Hochadel, waren Eheschließungen ein wichtiges Instrument der Bündnispolitik. Um Status und Macht zu festigen, oder auszubauen, war die Wahl des richtigen Partners von großer Bedeutung.

Braut oder Bräutigam mussten, für den Erhalt der Dynastien, der gleichen, gesellschaftlichen Schicht angehören. Fürstenhäuser heirateten also immer untereinander. Hochzeiten „unter Stand“ gab es, wenn auch nicht gern gesehen, trotzdem.

In den meisten Fällen, wollte ein adeliger Mann, eine im Stand niedere Frau heiraten. Für solche Szenarien gab es Eheverträge. Kinder aus morganatischen Ehen, waren von der Erbfolge ausgeschlossen, ebenso der im Stand niedere Partner. 

Ring-Tausch © Archiv des Erzbistums München und Freising

Credits Texte: Dr. Magdalena Bayreuther, Amanda Bischoff, Leonora Braun, Dr. Alfred Hagemann, Katja Gimpel, Dr. Tanja Kohwagner-Nikolai, Lisa-Marie Liebig-Micko, Dr. Uta Piereth, Miriam Rautenberg, Dr. Simona Schellenberger, Dörthe Schimke, Dr. Christa Syrer, Melina Wießler, Lisa Buschmann