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Österreichischer Erbfolgekrieg

Friedrich August von Sachsen © Bayerische Staatsbibliothek
Friedrich August von Sachsen © Bayerische Staatsbibliothek

Eine Frau an der Spitze des mächtigen Hauses Habsburg, weil ein männlicher Erbe fehlt. Mit diesem Umstand sind im 18. Jahrhundert nicht alle europäischen Herrscher einverstanden.

Maria Theresia übernimmt 1740, nach dem Tod ihres Vaters, trotzdem in Österreich die Regentschaft. Doch es gibt nach dem Ableben von Kaiser Karl VI. noch weitere Anwärter auf den österreichischen Thron für sich beanspruchen. Das liegt an den Verwandtschaftsverhältnissen.

Rückblick: Als Kaiser Joseph I. 1711 an den Pocken stirbt, wird sein Bruder Karl König von Österreich und auch Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Der Grund: Joseph hat keinen männlichen Erben. Töchter hat Joseph dagegen schon: Maria Josepha und Maria Amalia.

Maria Josepha ist mit Friedrich August von Sachsenverheiratetet und Maria Amalia mit Karl Albrecht von Bayern. Beide Frauen sind also Cousinen von Maria Theresia und deren Männer sehen sich deshalb als berechtigte Erben der Habsburger Monarchie. Bayern, Sachsen und Österreichs Erzfeind Frankreich bilden ein Bündnis gegen das Haus Habsburg.

Ihnen spielt in die Karten, dass Friedrich II. 1740 in Schlesien einfällt, dass zum Reich der Habsburger gehört. Der Österreichische Erbfolgekrieg hat begonnen. 1741 besetzen bayerische und französische Truppen Oberösterreich und Böhmen. Maria Theresia braucht jetzt Bündnispartner und kann England, Russland und die Niederlande für sich gewinnen. Gekämpft wird an unterschiedlichen Schauplätzen- von Österreich, über Bayern, bis hin zum Rhein.

Nach einigem hin und her, kann im Oktober 1748 der Friede von Aachen geschlossen werden. Maria Theresia kann ihren Herrschaftsanspruch verteidigen, verliert aber Schlesien. Preußen gewinnt an Macht und Einfluss. Das Heilige Römische Reich, dessen Kaiser Maria Theresias Mann Franz Stephan ist, verliert jedoch massiv an Bedeutung.

 

Karl Albrecht von Bayern © Bayerische Staatsbibliothek