
Im 19. Jahrhundert landet ein Habsburger auf dem Kaiserthron Mexikos. Es handelt sich dabei nicht um irgendwen, sondern um Maximilian, den jüngeren Bruder von Kaiser Franz Joseph I.
Als Ferdinand Maximilian Joseph, kommt er am 6. Juli 1832 in Wien zur Welt. Maximilian ist künstlerisch begabt und hat viele Interessen, vor allem Bücher haben es ihm angetan. Maximilian ist sensibel und idealistisch und seine Ideale gehen nicht Hand in Hand mit dem, was in der Welt passiert. Er entwickelt Zukunftsängste und hat einen Hang zur Realitätsflucht.
Frankreichs Kaiser Napoleon III. will inzwischen in Mexiko ein Reich etablieren, dass wirtschaftlich und militärisch an Frankreich gebunden ist. Dort ist damals Präsident Benito Juárez an der Macht. Mexiko ist hoch verschuldet und weigert sich, die Schulden bei den Europäern zu begleichen. Maximilian bekommt das Angebot, sich mit Frankreichs Unterstützung zum Kaiser von Mexiko ausrufen zu lassen. Am 10. April 1864 wird er auf Veranlassung des Französischen Kaisers, zum Kaiser von Mexiko ernannt.
Der Idealist Maximilian hofft, in Mexiko einen modernen, liberalen Staat aufbauen zu können. Das wird sich als fataler Irrtum erweisen. Die Krönung Maximilians war der Wunsch einer konservativ-klerikalen Minderheit. Die Mehrheit der Mexikaner unterstützt Benito Juárez. Im Juli 1864 erreicht Maximilian Mexiko. Zeitgleich tobt in den USA der Amerikanische Bürgerkrieg. Nachdem der 1866 endet, müssen die Französischen Truppen, die Maximilian unterstützen sollten, aus Mexiko abziehen.
Hilferufe bleiben ungehört. Maximilian wollte eigentlich das Land verlassen, aber seine Mutter fordert ihn in einem Brief auf, zu bleiben. Es ist ein aussichtsloser Kampf. Im Mai 1867 kommt es in der Stadt Querétaro zu letzten Kämpfen und Maximilian wird gefangen genommen und abgesetzt.
Am 19. Juni 1867 bestätigt Präsident Benito Juárez das Todesurteil gegen Maximilian. Der Leichnam wird nach Österreich überstellt und Maximilian wird in der Wiener Kapuzinergruft beigesetzt.
