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Henry IV.

Henry IV. © Archiv des Erzbistums München und Freising
Henry IV. © Archiv des Erzbistums München und Freising

Henry Bolingbroke (später Henry IV. Haus Lancaster) kommt als Sohn von John und Blanche of Lancaster zur Welt. Wann genau ist nicht gesichert, man vermutet um 1366/1367. Henrys Vater John of Gaunt ist der drittälteste Sohn von König Edward III. und führt dessen Regierungsgeschäfte. Über die Linie seiner Frau Blanche ist John auch der Duke of Lancaster.

Als König Edward III. 1377 stirbt, wird Henrys Cousin Richard II. König von England. Der gerät mit seinem Parlament aneinander und als der Konflikt 1388 seinen Höhepunkt erreicht, ist Henry Bolingbroke auf der Seite der Opposition gegen den König. Als Richard II. sich in den Folgejahren wieder Poltisch erholt, wechselt Henry zunächst wieder auf die Seite seines Cousins. König Richard will Jahre später aber immer noch Rache am Parlament nehmen, für die Geschehnisse von 1388. Bei seinen Racheaktionen 1398 gerät auch Henry Bolingbroke ins Kreuzfeuer und wird erstmal für 10 Jahre nach Frankreich verbannt. Als 1399 Henrys Vater John stirbt, dehnt König Richard II. die Verbannung auf Lebenszeit aus, weil er sich das reiche Erbe Henrys unter den Nagel reißen will.

Das kann Henry nicht akzeptieren und rüstet Truppen aus, mit denen er 1399 in Yorkshire landet. Richard II. ist da gerade auf Feldzug in Irland, kehrt aber sofort nach England zurück. Viele seiner Truppen, laufen aber zu Henry über und so muss Richard kapitulieren. Er kommt in den Tower und muss zu Gunsten von Henry abdanken. Henry Bolingbroke wird am 13. Oktober 1399 zum König von England gekrönt und heißt ab da Henry IV. In seiner relativ kurzen Zeit als König, kann Henry IV. einige Erfolge erzielen. Er setzt sich bei Aufständen durch und kann den späteren König von Schottland, Jakob I., gefangen nehmen. Doch ab 1405 beginnt sich seine Gesundheit zu verschlechtern.

Im Hintergrund steht schon sein Sohn, Henry V., bereit. Der hatte sich bereits militärisch als talentiert erwiesen und drängt seinen Vater jetzt zum Rückzug aus der Politik. In den letzen Lebensjahren von Henry IV. führt das zu Spannungen zwischen Vater und Sohn. Kurz vor dem Tod des Königs am 20. März 1413, versöhnen sich die beiden aber wieder. Henry IV. wird in der Kathedrale von Canterbury beerdigt.

Henry IV. © Archiv des Erzbistums München und Freising