
Als Henry am 16. September 1386 auf Monmouth Castle in Wales zur Welt kommt, konnte noch niemand ahnen, dass er einmal König von England werden würde.
Sein Vater Henry Bolingbroke wird König Richard II. die englische Krone erst 1399 entreissen und als Henry IV. regieren. Ab da ist Henry Erbe auf den englischen Thron und auch auf die Krone Frankreichs hat er auf Grund seiner Vorfahren Anspruch. 1400, mit nur 14 Jahren, bekommt er von seinem Vater die Herrschaft über Wales. Mit 16 Jahren, wird er Kommandant der englischen Armee und kämpft auch bald gegen Aufständische und Rebellen. Bei einem Manöver trifft ihn ein Pfeil im Gesicht und er überlebt nur, weil ihm als Königssohn die besten Ärzte zur Verfügung stehen.
Sein militärisches Geschick bringen ihm großes Ansehen und Bewunderung ein. Da sein Vater schon 1405 schwer krank wird, wird Henry auch früh politisch aktiv. Ein Vorstoß 1410, bei dem er versucht hat, seinen Vater dazu zu bewegen, sich aus der Politik zurück zuziehen endet in einem Zerwürfnis von Vater und Sohn. Der König entbindet Henry von all seine Ämtern.Kurz bevor Henry IV. stirbt, setzt er seine Sohn aber wieder ein. So wird am 20. März 1413 aus Henry, Henry V., König von England.
Sein Vater hat dafür gesorgt, dass England finanziell gut da steht und verschafft Henry V. damit einen guten Start. Außerdem ist Dauerrivale Frankreich (100-jähriger Krieg) zu diesem Zeitpunkt gerade mit einem Bürgerkrieg beschäftigt, so dass sich Henry V. Erstmal um die Innenpolitik kümmern kann. Er versucht die Rivalen aus dem Haus York wieder einzubinden, übersteht Verschwörungen gegen sich und schlägt Aufstände nieder.
Als die Lage innenpolitisch soweit stabil ist, wendet er sich wieder Frankreich zu. Er versucht es zwar erst auf diplomatischem Weg, aber gleichzeitig stellt er ein Heer auf. Seine Forderungen sind aber absurd. Er fordert von Frankreich Gebiete ein, die praktisch die ganze westliche Hälfte des Landes einschließen. Im Sommer 1415 ist klar, dass Frankreich sich nicht drauf einlässt und es kommt zu einem Krieg. Dank seiner Langbogenschützen, kann Henry V. große Erfolge im Krieg gegen Frankreich verbuchen.
Weil Frankreichs König Karl VI. geistesgestört ist, steckt Frankreich in einer zusätzlichen Krise, da die französischen Adelshäuser um die Macht streiten. So findet er in französischen Reihen auch Unterstützer, die ihm dabei helfen, als rechtmäßiger Erbe und König Frankreichs angesehen zu werden. Festgehalten wird das am 20. Mai 1420 im Vertrag von Troyes. Um das Bündnis zwischen England und Frankreich zu stärken, heiratet Henry V. Katharina von Valois, die Tochter von Frankreichs König Karl VI.
Henry V. scheint auf dem Gipfel der Macht angekommen, doch dann wendet sich das Blatt. Henry V. Muss militärische Rückschläge einstecken und 1422 erkrankt er er schwer. Am 31. August 1422 stirbt Henry V. mit nur 35 Jahren.
