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Weimarer Verfassung

Nationaltheater Weimar © Adobe Stock
Nationaltheater Weimar © Adobe Stock

Warum ist die Weimarer Republik nach der Stadt „Weimar“ benannt ? Der Grund liegt in der sogenannten „Weimarer Verfassung“. Die wird am 11. August 1919 erlassen und tritt am 14. August 1919 in Kraft. Verabschiedet wird die Verfassung im Nationaltheater in der Stadt Weimar, daher der Name.

Sie war die Grundlage für die erste demokratische und parlamentarische Regierung der deutschen Geschichte und wird auch „Verfassung des Deutschen Reiches“ genannt. Mit ihr wird das, nach der Novemberrevolution zusammengebrochene Kaisertum durch eine Demokratie ersetzt. Darin festgelegt sind die Gewaltenteilung, Grundrechte, Volkssouveränität und die Kompetenzen der einzelnen Verfassungsorgane. Der erste Entwurf stammt vom Staatsrechtslehrer und Reichsinnenminister Hugo Preuß.

Die Weimarer Republik ist ein demokratischer, föderalistischer und sozialer Rechtsstaat. Weil Reichspräsident und Parlament vom Volk gewählt werden, handelt es ich um eine parlamentarische Demokratie. Eine große Schwäche der Weimarer Verfassung, ist die Macht des Reichspräsidenten. Er ernennt Reichskanzler und -minister, hat den Oberbefehl über das Heer und kann einen Ausnahmezustand ausrufen, der alle Grundrechte außer Kraft setzt.

Drei Artikel stehen dabei im Fokus: Artikel 25 löst den Reichstag auf, Artikel 48 erlaubt im Krisenfall den Einsatz von Waffengewalt, um die Ordnung wieder herzustellen. Artikel 53 besagt, dass der Reichspräsident den Reichskanzler und die Reichsminister ernennen und entlassen kann.

1933 werden die Nationalsozialisten genau diese Schwachstellen nutzen, um aus der Demokratie eine Diktatur zu formen.

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Hugo Preuß © Bayerische Staatsbibliothek