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Clara Zetkin

Clara Zetkin © Bayerische Staatsbibliothek
Clara Zetkin © Bayerische Staatsbibliothek

Weltweit gehen jedes Jahr am 08. März Frauen auf die Straße und demonstrieren für ihre Rechte. An diesem Datum ist Internationale Frauentag. Zurück geht der auf die deutsche Politikerin Clara Zetkin -dem Gesicht der sozialistischen Frauenrechtsbewegung.

Sie wurde 1857 in Sachsen geboren. Zu dieser Zeit hatten Frauen kaum politische Rechte und waren finanziell von Männern abhängig. Zetkin wollte das ändern und ging in die Politik: 1878 trat sie in die SAP (ab 1880 SPD) ein. Zusammen mit Rosa Luxemburg wurde sie schnell zu einem der prominentesten Gesichter des linken Parteiflügels. Die Anerkennung für ihre Arbeit reichte weit über die Grenzen des deutschen Kaiserreiches hinaus. 1907 wurde sie internationale Sekretärin der „Sozialistischen Fraueninternationale“. Sie hatte nun eine führende Rollen in der weltweiten Frauenbewegung.

Im Jahr 1910 rief sie erstmals zum Internationalen Frauentag auf. Am 19. März 1911 war es dann soweit: Weltweit gingen Frauen auf die Straße. Sie demonstrierten für ein Frauenwahlrecht. Nach der russischen Februarrevolution verlegten die sozialistischen Frauenrechtlerinnen den Weltfrauentag auf den 08. März. Damit wollen sie die Frauen der Revolution ehren, die laut ihnen noch vor den Männern auf die Straße gingen und so die Revolution entfachten.

Nach dem 1. Weltkrieg trat Zetkin aus der SPD aus. Während der Weimarer Republik wurde Teil des Spartakusbundes und Mitglied der KPD. Bis 1933 saß sie für die Partei im Reichstag. Als die Nationalsozialisten die Macht übernahmen, befand sich Zetkin bereits in der Sowjetunion. Dort starb sie Ende Juni 1933.

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