Zum Hauptinhalt springen

Frankfurter Nationalversammlung

Nationalversammlung © Bayerische Staatsbibliothek
Nationalversammlung © Bayerische Staatsbibliothek

Das Reichstagsgebäude, das Kanzleramt oder das bayerische Maximilianeum- sie alle sind zentrale Orte unserer Demokratie. Aber während der deutschen Revolution 1848/49 blickte das ganze Land auf die Paulskirche in Frankfurt.

An diesem Ort traf die deutsche Nationalversammlung zusammen. Das Ziel: Ein einheitlicher deutscher Nationalstaat und eine freiheitliche Verfassung. Es war der erste Versuch in Deutschland eine demokratische Ordnung zu etablieren. Die alte Monarchie hatte auf Grund wirtschaftlicher Krisen, Massenarmut und Zensur einen schlechten Ruf. Um das zu verbessern, verabschiedete das neue Parlament gleich zu Beginn zum ersten Mal Menschen- und Bürgerrechte für Deutschland. Die Menschen erhielten zum Beispiel die Gleichheit aller vor dem Gesetz, die Standesvorrechte des Adels wurden aufgehoben und mehr Freiheitsrechte gewährt.

Als Staatsoberhaupt sollte es zwar einen Kaiser geben, aber das neue demokratische Parlament sollte einen großen Einfluss haben. Der designierte preußische König Friedrich Wilhelm IV. lehnte diese sogenannte „Krone von unten“ aber ab. Die Revolution scheiterte und das Parlament löste sich schon nach einem Jahr (Ende Mai 1849) auf.

Mehr Wissen

Nationalversammlung © Bayerische Staatsbibliothek