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Elisabeth Bayern-Landshut

Elisabeth © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg/ Jörg P. Anders
Elisabeth © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg/ Jörg P. Anders

Ihre Geschichte überrascht - denn Elisabeth (1383-1442) erfüllt kein Klischee über Frauen im Mittelalter. Von ihrem Mann Friedrich von Zollern ist sie zwar wirklich getrennt, weil er viel unterwegs ist. Elisabeth weiß aber verdammt gut, was sie mit ihrer Zeit alleine anfangen soll. 

Geboren wird Elisabeth wird 1383 auf Burg Trausnitz bei Landshut - mitten hinein in die angesehene Familie der Wittelsbacher. Ihre Mutter gehört zur reichen italienischen Familie Visconti, ihr Vater ist Friedrich von Bayern-Landshut.

Im Jahr 1401, mit 18 Jahren, heiratet Elisabeth den Burggrafen Friedrich VI. Von Nürnberg aus dem Haus der Zollern. Friedrichs Familie ist von nicht ganz so altem Adel, wie die seiner Braut. Aber: er ist ehrgeizig und seine Zukunft ist vielversprechend. Die Ehe ist also eine win-win-Situation für die Wittelsbacher und die Hohenzollern.

Es wird eine kinderreiche Ehe - 10 Kinder sind es insgesamt - und der Nachwuchs ist damals enorm wichtig: Elisabeth und Friedrich können ihre sozialen und machtpolitischen Beziehungen durch eine kluge Heiratspolitik ausbauen. 

Sie bewegt sich selbstverständlich auf der politischen Bühne als Herrscherin in Brandenburg oder Franken. Sie trifft auch in politisch schwierigen Situationen Entscheidungen und hat einen Mann an ihrer Seite, der damit einverstanden ist. In einigen Fällen, macht Friedrich sie zu seiner offiziellen Stellvertreterin.

Sie stiftete für Seelenheil und Erinnerung ganze Klöster (wie Langenzenn) und führte mit ihrem Frauenhof bis zum Tod ein beachtliches Leben als machtvolle Fürstin – im Einvernehmen mit ihrem Mann. Ein Herrschaftsdreamteam des späten Mittelalters!?

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Burg Trausnitz © Bayerische Staatsbibliothek