
Wie immer hat alles eine Vorgeschichte, auch der 100-jährige Krieg. Der normannische Herzog Wilhelm the Conqueror, erobert England im Jahr 1066 und ruft sich zum König aus. Er bringt Adelige mit, die zur neuen Oberschicht werden und ihre französische Kultur und Sprache mitbringen.
Gleichzeitig halten sie Verbindungen nach Frankreich aufrecht und behalten dort ihren Grundbesitz. So kommt es, dass im auch noch im 14. Jahrhundert im Königreich Frankreich viele Gebiete im Besitz englischer Adeliger sind. Der englische König verfügt so vor Ausbruch des 100-jährigen Krieges über mehr Ländereien als der französische König. Trotz seines territorialen Einflusses, ist der englische König ein Vasall des französischen Königs. Das sorgt für Spannungen.
1328 stirbt der französische König Karl IV. ohne einen direkten, männlichen Nachfolger. Sein Cousin Philipp VI. erhebt Anspruch auf den Thron. Das tut aber auch der englische König Eduard III. Edwards Mutter Isabella war die Schwester von König Karl IV., weshalb er auch darauf beharrt, in der Erbfolge berücksichtigt zu werden. Es kommt wie es kommen muss. 1337 beginnt die erste Phase im Kampf um den französischen Thron.
