
Sommer 1942 - Das NS-Regime startet die erste Sommeroffensive gegen die Sowjetunion. Widerstand gibt es im Deutschen Reich nur partiell, so auch an der Uni München.
Dort formiert sich eine kleine Gruppe mit großer Strahlkraft: Die „Weiße Rose“. Sie bestand aus fünf Studenten und einem Professor. Sophie und Hans Scholl, Christoph Probst, Alexander Schmorell, Willi Graf und Prof. Kurt Huber. Durch Flugblätter versuchten sie dem NS-Regime zu schaden, indem sie darin die Bevölkerung über die Verbrechen der Nazis aufklären. Nach der deutschen Niederlage bei Stalingrad gingen sie noch weiter und schrieben Freiheitsparolen auf Münchner Gebäude.
Neun Monate lang sorgten sie für viel Unruhe in der Landeshauptstadt. Aber am 18. Februar 1943 begangen sie einen Fehler. Sophie und Hans Scholl werden im Hauptgebäude der LMU beim Verteilen des 6. Flugblattes erwischt. Die Gestapo verhaftet erst die Geschwister und später auch die restliche Gruppe. In einem Schauprozess wurden sie innerhalb weniger Tage zum Tode durch das Fallbeil verurteilt.
Die Hoffnungen, einen großen Widerstand anzetteln zu können, erfüllte sich nicht. Doch das letzte Flugblatt gelangte bis nach Großbritannien. Im Juli 1943 warf die Royal Air Force das Flugblatt über mehreren Großstädten ab. Die Weiße Rose wurde so in ganz Deutschland zu einem Symbol des Widerstandes und der Hoffnung. Für junge Menschen sind sie bis heute ein Vorbild.
Die LMU erinnert mit mehreren Erinnerungsorten and die Gruppe. Wenn man beispielsweise vor dem Hauptgebäude steht, sieht man auf dem Boden die Flugblätter eingraviert. Das macht die „Weiße Rose“ und ihre Ideale unsterblich!
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