
Mit dem sogenannten Prager Fenstersturz am 23. Mai 1618 beginnt einer der verheerendsten Kriege in Europa. Böhmischen Protestanten war zuvor die Ausübung ihrer Religion durch den katholischen Herrscher Ferdinand II. untersagt worden und proben den Aufstand.
Ferdinand II. stammt aus dem katholischen Haus Habsburg und ist ein Anhänger der Gegenreformation. Seit der Reformation 1517, gibt es Spannungen zwischen Katholiken und Protestanten. Ferdinand gehört zur Katholischen Liga. Ferdinand braucht die Unterstützung der Liga, um mit den Aufständen in Böhmen fertig zu werden. Unterstützung bekommt die Liga auch vom katholischen Spanien.
Auf der Gegenseite steht die Protestantische Union - ein Bündnis protestantischer deutscher Fürsten, böhmischer Stände und der Kurzpfalz. Später treten noch Dänemark (1625-1629), Schweden (ab 1630) und Frankreich (ab 1635) auf Seiten der Protestanten in den Krieg ein. Frankreich ist zwar katholisch, aber der Kardinal Richelieu will die Habsburger nicht zu mächtig werden lassen.
Das Königreich Spanien befindet sich derzeit im 80-jährigen Krieg mit den protestantischen Provinzen der Niederlande. Die unterstützen deshalb ebenfalls ihre protestantischen Glaubensbrüder. Was also vordergründig aus religiösen Gründen entbrennt, wird am Ende ein Kampf der Mächte Europas.
Deutschland trifft der 30-jährige Krieg am härtesten - die meisten Schlachten werden auf deutschem Boden geschlagen.