Zum Hauptinhalt springen
Johann T’Serclaes Graf von Tilly © Bayerische Staatsbibliothek

1609 gründet Herzog Maximilian I. von Bayern ein Verteidigungsbündnis katholischer Reichsstände, genannt: Katholische Liga. Die ist ein Gegenmodell zur sogenannten Protestantischen Union, die 1608 gegründet worden war.

Das Bündnis soll sowohl den Landfrieden wahren, als auch den Katholizismus verteidigen. Zu Beginn gehörten zur Liga Bayern, die Hochstifte Würzbug, Konstanz, Augsburg, Passau und Regensburg. Später treten fast alle katholischen Stände im süddeutschen Raum und geistliche Kurfürstentümer bei. Im Angriffsfall sollten sich die Bündnisteilnehmer gegenseitig unterstützen, aber auch kontrollieren - z.B. im Fall ungerechtfertigter Aggression.

Chef der Veranstaltung ist Herzog Maximilian I. von Bayern. Im Lauf der Jahre verliert die Liga erstmal wieder an Bedeutung. 1617 macht sich Maximilian an die Neugründung der Liga. Die heißt erstmal Münchener Bund. 1619, als Ferdinand II. mit den Unruhen in Böhmen konfrontiert ist, erlebt die Katholische Liga dann ein Revival: Ferdinand braucht die militärische Unterstützung der Liga.

Im Dezember wird auf dem Liga-Tag die Aufstellung eines Heeres beschlossen, das unter dem Kommando von Feldherr Johann T’Serclaes Graf von Tilly stehen wird. In der ersten Kriegsphase, ist das Heer der Liga ein wichtiger Faktor, für die Erfolge der katholischen Kriegspartei. 1635 wird die katholische Liga in Folge des Prager Friedens aufgelöst.